Sippen, Meuten und Runden

ein Pfadfinderstamm besteht aus mehreren Gruppen – sogenannten “Meuten”, “Sippen” und “Runden”.

Meute Raschka

Die Begriffe mögen etwas eigenartig erscheinen, haben aber alle ihre Bedeutung und Tradition
Als Meute bezeichnet man die Gruppe aller Wölflinge, unserer jüngsten Stammesmitglieder. Für gewöhnlich startet man also seine Pfadfinderlaufbahn als Wölfling in einer Meute. Sie sind zwischen 6 und 8 Jahre alt wenn sie anfangen und zählen etwa 20 Mädchen und Jungen. Ihre Gruppenleiter heißen Meutenführer oder Akelas.
Die Meutenzeit beträgt etwa 3 Jahre, die durch das Dschungelbuch von Kipling geprägt sind und die Mowgli- Geschichte als roten Faden haben. Das bedeutet, dass man verschiedene Rituale und Begriffe aus der Mowgli- Geschichte übernimmt und lebt. Deswegen heißen unsere Jüngsten auch Wölflinge, wie die jungen Wölfe in Mowglis Wolfsrudel. Und der Begriff der Meute bezeichnet im Dschungelbuch alle Wölfe zusammen. Unsere Meutenführer werden auch Akelas genannt, da so auch der Leitwolf im Dschungelbuch heißt. Außerdem tragen unsere Meuten auch die Namen von Dschungeltieren, deren Eigenschaften besonders gut zu den Wölflingen passen.
Zur Zeit hat der Stamm Franken eine Meute, die Meute Raschka.

 

 Sippe noch ohne Namen und Wimpel

Sippe noch ohne Namen und Wimpel

Wenn unsere Stammesmitglieder ihren Wölflingsschuhen entwachsen sind, folgt die Sippenzeit. Die vorherigen Wölflinge werden zu Jungpfadfinder. Meistens sind die Gruppen so groß, dass sie in zwei geteilt werden, sogenannte Sippen, so dass sie nun zwischen 10 und 15 Kindern (Sipplinge) stark sind. Als Jungpfadfinder arbeitet jeder auf seine Aufnahme hin und muss dafür viele Erfahrungen sammeln und pfadfinderische Fertigkeiten erlernen. Damit niemand zu kurz kommt, kann in der jetzt kleineren Gruppe auf Jeden individuell eingegangen werden während des Lernprozesses. Und wegen diesem besonderen Vertrauensverhältnis und der Gemeinschaft in der kleinen Gruppe, bezeichnet man sie als Sippe. Denn die Sippe war für die Germanen oder auch z.B. bei den Ureinwohnern Amerikas und vielen anderen Völkern, die Bezeichnung für Familie. Die Sippennamen sind meistens Tieren nachempfunden, deren Fähigkeiten und Eigenarten besonders gut zu den Sipplingen passen.

 Sippe Rotfuchs

 Sippe Schneeule

Egal also ob Jungpfadfinder oder Pfadfinder die Sippe bleibt zusammen und wird vom Sippenführer durch alle Abenteuer und Schwierigkeiten der Pfadfinderzeit geführt.
Zur Zeit hat der Stamm Franken zwei Jungpfadfindersippen: Sippe (noch ohne Namen) und Sippe (noch ohne Namen) und zwei Sippen, die gerade auf ihre Knappenaufnahme hinarbeiten: Sippe Rotfuchs und Sippe Schneeeule.

Und wenn die Pfadfinder etwa 16 Jahre alt sind und der Sippenführer ihnen nichts mehr bei bringen kann, dann folgt die Zeit als Runde. Das Besondere ist, dass die Runden keinen Sippenführer mehr haben und sich selbst organisieren in einer sogenannten Späherrunde. Sie wählen aus ihrer Mitte einen Sprecher und bestimmen selbst ihr Programm und arbeiten gemeinsam auf ihre Aufnahme als Späher hin. Und aus dieser Gleichberechtigung aller heraus, ohne eine Führung durch Erwachsene, kommt der Name der Runde, in der niemand über dem Anderen steht und sie alle auf einer Augenhöhe sind. Sie entscheiden alle Belange so zu sagen am rundem Tisch. Auch sie geben ihrer Runde einen Namen, meist nach berühmten Persönlichkeiten.

 

 Späherrunde noch ohne Namen und Wimpel

Zur Zeit hat der Stamm Franken eine Runde. Die Späherrunde (noch ohne Namen, da erst ganz neu gegründet aus den Sippen Katta und Waschbär).

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